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B
oden & Klima


Die Böden - die Rieden:

Die Böden der Horitschoner Rieden sind allesamt tiefgründig und haben eine hohe Wasserspeicherkraft aber nur mäßige bis geringe Durchlässigkeit. Vielfach sind sie durch Staunässe geprägt.

11 Millionen Jahre Geschichte
Der Oberboden ist kalkfrei und zeigt den bindig-lehmigen Charakter.
Ausgangsmaterial für alle Bodenprofile sind Brack- bis Süßwassersedimente des Pannon-Sees mit einem Alter zwischen 7,5 und 11,5 Millionen Jahren. Die Sedimente sind vorwiegend schluffig und manchmal mehr tonig und manchmal mehr sandig.
Der Kalkgehalt wechselt im Ausgangssediment und dieser Wechsel wird durch Verwitterung und Umsetzung verstärkt, indem ursprünglicher Kalkgehalt horizontweise gelöst oder angereichert ist.

Quelle: Geologische Bundesanstalt, M. Heinrich

 

Das Klima:

In geschützter Lage südlich des Ödenburger Gebirges und beeinflusst vom milden pannonischen Klima des nahe gelegenen Neusiedler See,
vermischen sich hier mediterrane mit kontinentalen Einflüssen. Ideale Voraussetzungen für unsere kräftigen Weine mit charaktervollem Körper und viel Potential.

Mehr pannonisch als atlantisch
Horitschon liegen ziemlich weit weg vom Atlantik (47° 35’ N, 16° 33’ E). Sehr oft, vor allem in trockenenen Sommern, warten daher die Landwirte sehnsüchtigst auf Gewitter aus dem Westen. Bis diese aber Horitschon erreichen, haben sie sich meistens schon ausgeregnet. Ordentliche, manchmal sogar recht ausgiebige Niederschläge gibt es immer dann, wenn uns ein beständiges Tief aus Italien erreicht.
Generell ist unsere Region einem pannonisch-kontinentalen Klimaeinschlag unterworfen, genauso genommen ist der Stooberbach eine recht deutliche Grenze zwischen dem illyrischen und dem pannonischen Klimabereich. Diese Klimagrenze setzt sich übrigens fort bis nach Belgrad.

Westlich dieser Linie, die – wie gesagt – auch unseren Bezirk klimatisch trennt, fallen rund 800 bis 900 mm Niederschlag pro Jahr. Östlich davon wird es zunehmend trockener, manchmal gibt es übers Jahr verteilt nur um die 600 mm.

 

Quelle: J. Fally, A. Gebert "Blaufränkischland" - www.fallyverlag.at